OBERMEYER Planen + Beraten GmbHOBERMEYER Planen + Beraten GmbH
Wiesbaden, 17.07.2014
Seitenansicht Kreuzungsbauwerk
Einhub Widerlager Achse 20
Einhub Überbau West

Kreuzungsbauwerk Wiesbaden-Ost eröffnet

Am Osterwochenende bot sich den neugierigen Zuschauern, die sich mitten in der Nacht auf einer extra dafür eingerichteten Besucherplattform versammelten, ein beeindruckendes Schauspiel. Auf der Strecke zwischen dem Kasteler Gleisdreieck und dem Bahnhof Wiesbaden-Ost vollzog sich nach Sperrung der Strecke der Einbau der bis zu 550 t schweren Widerlager sowie der 480 t schweren Stahlbrücke.

Um die Strecke für den Bahnverkehr nicht wochenlang sperren zu müssen, wurden die Kastenwiderlager, die Mittelwände sowie die Überbautragwerke Ost und West in Seitenlage zu den Betriebsgleisen auf Höhe der alten Brücke hergestellt. Mittels Raupenkränen wurden innerhalb von fünf Tagen zuerst die ca. 550 t schweren Widerlager- und ca. 330 t schweren Stützwandfertigteile eingehoben, befestigt und teilweise mit Ortbeton ergänzt. Anschließend hoben die Kräne die ca. 480 t schweren und ca. 80 m langen Überbautragwerke in ihre Endlage.

Im Zuge der Umbaumaßnahme wurden auf einer Länge von ca. 200 m neue Bahndämme durch Spundwände mit Stahlbetonkopfbalken und Vorsatzschale errichtet. Auch die für den Einsatz abmontierte Signaltechnik, Stromleitungen und Gleise mussten wiedererrichtet werden. Für den reibungslosen Ablauf waren 50 Mitarbeiter an den Feiertagen rund um die Uhr im Einsatz und ermöglichten, dass der Verkehr sofort nach der Fertigstellung wieder aufgenommen werden konnte.

Zur Ausführung kam ein Sondervorschlag von OBERMEYER, der die Herstellung der Widerlager komplett seitlich der Gleise vorsah. Diese Baulogistik brachte den Vorteil, dass die Bauzeit und damit die Baukosten signifikant reduziert werden konnten.