OBERMEYER Planen + Beraten GmbHOBERMEYER Planen + Beraten GmbH
München/Taschkent, 28.08.2014
Visualisierung
Detailaufnahme der Fassade
Modell
Nordansicht

Neubau Deutsche Botschaft in Taschkent, Usbekistan

Auf dem Botschaftsgelände mit einer Fläche von 14 000 m² wird der Neubau für eine Kanzlei und eine Visastelle entstehen. So sollen unter laufendem Betrieb ein viergeschossiges Gebäude mit einer Bruttogeschossfläche von 2 300 m² gebaut und die Neugestaltung des Gartens durchgeführt werden.

Das architektonische Konzept sieht ein verdichtetes, städtebauliches Ensemble vor. Im Sinne einer „Verschmelzung der Baukulturen“ fließen in den Entwurf sowohl die rationale Architektur der westlichen Bautradition als auch die Stilmerkmale der islamischen Kultur - z.B. arabeske Fassadenornamentik - ein. Das gestalterische Ziel war es, architektonisch den Dialog zwischen der westlichen Welt und dem islamisch geprägten Binnenstaat zu schaffen. Der kompakte, prägnante Baukörper zeigt sich nach außen eher geschlossen, im Inneren orientiert sich die Erschließung der Räume zu einem von oben belichteten Innenhof.

Die Gebäudekomplexe formulieren einen repräsentativen, aufwendig gestalteten Vorplatz aus, über den Kanzlei und Residenz miteinander verknüpft sind. Die Gebäude und Platzfläche sind von freier Landschaft umspült, welche in den angrenzenden Park übergeht. In die Planung musste ein bestehender, traditioneller Gartenpavillion (Aiwan) integriert werden, der ein Geschenk der usbekischen Regierung an die Deutsche Botschaft war.

OBERMEYER konnte sich mit seinem Konzeptentwurf im Verhandlungsverfahren gegen mehrere Mitbewerber durchsetzen. Bei der Planung und Entwicklung arbeiteten die verschiedenen Fachbereiche Architektur und Hochbau, Sicherheit- und Schutzplanung, das bürointerne Institut für Gebäude- und Energieeffizienz sowie die Tragwerksplanung von OBERMEYER gesamtplanerisch zusammen.