OBERMEYER Planen + Beraten GmbHOBERMEYER Planen + Beraten GmbH
München, 11.08.2015
Blick in den fertigen Tunnel
Die Fahrbahnen im Tunnel werden asphaltiert.
Beim Brandversuch im Mai 2015 wurde der Notfall simuliert.

Eröffnung Tunnel Luise-Kiesselbach-Platz, München

Das Bauwerk besteht eigentlich aus zwei Tunneln: dem 1,5 km langen Tunnel unter dem Luise-Kiesselbach-Platz und der Garmischer Straße mit den insgesamt 600 m langen Seitentunneln von und zur Bundesautobahn A 95 und dem 620 m langen Heckenstallertunnel. Beide Tunnel sind durch einen 400 m langen Einschnitt voneinander getrennt. 241.000 m³ Beton und 31.000 t Bewehrungsstahl wurden für die Errichtung der Bauwerke benötigt – dreimal so viel Stahl wie für den Bau des Pariser Eifelturms.

Der Tunnel wurde größtenteils in Deckelbauweise erstellt. Dazu wurden insgesamt 10.091 Bohrpfähle mit einer Gesamtlänge von 110 km in das Erdreich gebohrt Anschließend wurde darauf die Tunneldecke in drei Abschnitten betoniert, um den Verkehr an der Baustelle vorbeiführen zu können. Die aufwändigen Verkehrsführungen wurden in allen Phasen ebenfalls durch die Bauüberwacher der Arge überwacht, die sich aus Ingenieuren der Büros OBERMEYER und Vössing zusammensetzte.

2014 waren die Rohbauarbeiten nahezu abgeschlossen. Seit Ende 2013 war bereits abschnittsweise mit dem Straßenbau und dem technischen Innenausbau begonnen worden. Neben Belüftungs- und Beleuchtungsanlagen spielt auch die Sicherheitstechnik eine große Rolle. Zusätzlich gibt es im Tunnelbauwerk vier Betriebsstationen. Sie dienen u.a. der Notstromversorgung.

Jetzt, da der Verkehr – ungefähr 120.000 Fahrzeuge täglich – überwiegend unter der Erde verschwindet, gehen die Arbeiten an der Oberfläche weiter. Diese wird in weiten Bereichen in eine Grünanlage, den Heckenstallerpark, umgestaltet. Die Arge Bauüberwachung Mittlerer Ring Südwest wird das Projekt bis zum Abschluss 2017 weiter in der Bauüberwachung betreuen.

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