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Ebensfeld/Erfurt, 30.11.2017

Die Grümpentalbrücke.
Die Grümpentalbrücke. (© Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz)
Die Brücke über dem Froschgrundsee im Bau.
Die Brücke über dem Froschgrundsee im Bau. (© Obermeyer)
Neubaustrecke Ebensfeld-Erfurt ab Dezember für den Personenverkehr freigegeben

In weniger als vier Stunden mit dem Zug von München nach Berlin – ab dem 10. Dezember 2017 ist das endlich Realität.

Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt, Teil der Bahnmagistrale München–Berlin und damit auch Teil der transeuropäischen Achse 1 Berlin-Palermo, war Deutschlands größte und längste Bahnbaustelle. Während es sich zwischen Nürnberg und Ebensfeld um eine Ausbaustrecke handelt, wurde der Abschnitt zwischen Ebensfeld über Coburg nach Erfurt komplett neu erbaut.

Und das unter schwierigen Bedingungen: Die 107 km lange Strecke durchquert den Höhenzug des Thüringer Waldes und ist damit die erste Hochgeschwindigkeitsstrecke Europas, die in mehr als 600 m Höhe verläuft. Geeignete Züge können dort dennoch mit bis zu 300 km/h fahren. Der Streckenabschnitt zwischen Nürnberg und Erfurt zählt zu den Verkehrsprojekten „Deutsche Einheit“ (VDE) und ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte Europas.


OBERMEYER hatte dabei von der DB ProjektBau GmbH den planerischen Alleinauftrag für die Neubaustrecke erhalten. Etwa die Hälfte davon verläuft durch oder über Ingenieurbauwerke: Im Einzelnen umfasst der Abschnitt 22 Tunnel mit einer Gesamtlänge von rund 40 km sowie 30 Talbrücken mit insgesamt rund 10 km Länge. Eine besondere Herausforderung stellten die topografischen und geologischen Besonderheiten des Thüringer Schiefergebirges dar. Diese erfüllten dabei die Voraussetzungen für die von OBERMEYER eigens entwickelten, weitgespannten Bogenbrücken mit Spannweiten bis zu 270 m. Diese Dimensionen waren bislang für Eisenbahnbrücken nie in Betracht gezogen worden.

 

Eine Presseinformation zu diesem Thema finden Sie hier.