OBERMEYER: OBERMEYER gewinnt Architekturwettbewerb für JVA in Rottweil
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München, 26.06.2018

Eins mit der umgebenden Landschaft: Blick auf die neue JVA Rottweil.
Eins mit der umgebenden Landschaft: Blick auf die neue JVA Rottweil.
Lageplan der JVA Rottweil.
Lageplan der JVA Rottweil.
Seitenansicht der neuen Gebäude.
Seitenansicht der neuen Gebäude.
OBERMEYER gewinnt Architekturwettbewerb für JVA in Rottweil

In den letzten Jahren zeigte sich die Belegsituation im baden-württembergischen Justizvollzug zunehmend angespannt. Eine neue, multifunktionelle JVA mit 500 Plätzen stellte sich als unabdingbar heraus. Jetzt soll dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt werden. Zu diesem Zweck lobte das Land Baden-Württemberg einen zweistufigen, europaweit offenen Realisierungswettbewerb aus, den OBERMEYER klar für sich entscheiden konnte. Bei den Wettbewerbsvorgaben dominierte neben der landschaft-
lichen Einbindung des Gebäudekomplexes auch die wirtschaftliche Umsetzbarkeit.


Standort der neuen JVA ist das „Esch“, eine Freifläche nördlich von Rottweil. Rund zwölf Hektar Fläche sind für den Bau nötig. 470 der 500 Haftplätze befinden sich im geschlossenen Bereich. Hier werden Straf- und Unter-
suchungsgefangene untergebracht. 30 weitere Plätze bietet ein Freigängerheim. Eröffnung ist voraussichtlich 2025.


Der geometrisch klar definierte Gebäudekomplex bildet einen Kontrast mit der weich geformten Landschaft. Die Gebäude sind L-förmig angeordnet; zum Neckartal nach Osten und dem Waldrand im Süden hin erstrecken sich die drei T-förmigen Bauten mit Hafträumen. Alle Dächer sind begrünt. Das Areal wird von einer Außensicherung umschlossen. Das Freigängerheim liegt außerhalb und soll als Kommunikationsplattform zwischen Innen und Außen fungieren. In der Nähe der Torwache befinden sich Besucher-, Verwaltungs- und Aufnahmeräume sowie eine separat zugängliche Dreifachsporthalle.


Der Hauptbaukörper entwickelt sich entsprechend der Hangneigung vom eingeschossigen Zugangsbereich zu den dreigeschossigen Haftbereichen. Im Gebäude befinden sich ferner Bereiche für Bildung und Freizeit, eine Gesundheits-
abteilung, Werkstätten, Sportflächen sowie Ver- und Entsorgungseinrichtungen. Für eine attraktive, räumliche Gliederung sorgen begrünte Innenhöfe.